Der Pokal hat seine eigenen Gesetze

Warum? Schritte, Doppelfehler, 7-Meter gibt es nicht in einem Pokalfinale. Aber von Anfang.

Die Mädels von Karin und Georg Farnschläder  trafen im Pokalfinale mit Welfia auf einen Gegner, den man noch aus der Saison kannte. Beide Spiele waren zwar verloren gegangen, aber auch bei Welfia stand – wie bei der HG – der Jahrgangswechsel an, beide Mannschaften waren neu sortiert und somit die Karten neu gemischt.

 Das Spiel – geleitet von 2 Jungschiedsrichterinnen in Begleitung eines Beobachters – begann ausgeglichen und bis zum 5:5 kurz vor Ende der 1. Halbzeit war die Welt noch halbwegs in Ordnung. Doch zunehmend  viele Fehleinentscheidungen der Schiedsrichterinnen, waren es Schritte, Doppel oder nicht gegebene 7-Meter (mindestens 2 hätten uns zugestanden) spielten den Gegnerinnen in die Karten und diese bauten somit zur Halbzeit eine Führung von 8:5 auf, wobei die acht Gegentore lediglich von einem Mädchen erzielt wurden. Die Abwehrwehrarbeit war nicht schlecht, aber leider fand die Mannschaft kein Mittel gegen die dominante Torschützin. Im Angriff konnte man ein ordentliches Zusammenspiel erkennen, mit einer Lea, die leider etwas zu sehr die Latte als Ziel ansah und mit Judith und Carla, die hartes Brot hatten in ihren Gegenspielerinnen (s. o. fehlende 7-Meter-Entscheidungen)

 

In der Halbzeit nahm sich der Schiedsrichterbeobachter die Spielleiterinnen zur Seite und gab ihnen den einen oder anderen Hinweis. Ob es fruchten sollte, blieb abzuwarten.

Leider wurden die HG-Mädels schnell eines Besseren belehrt. Die Fehlentscheidungen häuften sich (vornehmlich zu Lasten der HG) und schnell stand es 11:5. Zwar bekam Annika in Zusammenarbeit mit Luisa die starke 14 besser in Griff, aber trotzdem gelangen ihr noch weitere 6 Treffer. Im Angriff lief leider nicht mehr sehr viel, Unaufmerksamkeiten brachten einige Ballverluste und somit Tempo-Gegenstöße, gegen die Joanna, die ein hervorragendes Spiel machte, machtlos war. Hinzu kam, dass die Gegner mit einer  6-0 Abwehr spielten, was in der D-Jugend nicht erlaubt ist, und mit dieser Deckungsformation kam die Mannschaft nicht klar. Hier wäre es Sache des Spielbeobachters gewesen, die Jungschiedsrichter auf diese Fehlpositionierung hinzuweisen, denn gegen 6 Spielerinnen, die mit den Hacken am Kreis stehen, ist in einer D-Jugend kein Blumentopf zu gewinnen.  Trotzdem gelangen den Mädels von Karin gegen diese defensive Deckung noch 3 Tore, aber am Ende hieß es dann leider 15:8 für Welfia.

 Immerhin kann man bei unserer Mannschaft von einer Mannschaftleistung sprechen (bei 7 Toren hatten wir 4 unterschiedliche Torschützen),  während der Gegner von der zugegebener Maßen sehr guten Einzelleistung einer Spielerin profitierte. Es stellt sich hier die Frage nach dem Mannschafts-leistung. Auch das Einbinden der „Neuen“ hat schon recht gut geklappt, also nicht die Köpfe hängen lassen.

Eines ist sicher, der Sieg für Welfia ist deutlich zu hoch ausgefallen – was interessanterweise auch die Meinung des Spielbeobachters war - , aber an dieser Stelle gratulieren wir Welfia selbstverständlich zum Pokal-Sieg.

Für die neue Saison hat die Mannschaft  von Karins Trainerteam sicherlich gutes Potential  und noch viel Vorbereitungszeit, um das Zusammenspiel zu trainieren. Und wie heißt es so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ In diesem Sinne: Viel Erfolg für die Saison 2017 / 2018.

 Für die HG:  Joana - Lea (2), Judith (2), Luisa (2), Annika (1), Carla, Lilian, Laura, Joelina, Caroline, Frida, Edlina, Gülfem