2 Punkte für die 1. Damen in Wülfrath

Mit sage und schreibe 4(!) Autos reisten wir gestern zum Auswärtsspiel nach Wülfrath. Okay..Wir wollen ehrlich bleiben – Bei einem Auto davon handelte es sich um einen Zweisitzer und 5 Plätze waren mit Kaarster Anhang besetzt! Spielerisch demnach mal wieder einstellig besetzt trafen wir so auf eine Wand, bestehend aus 16 gegnerischen Spielerinnen. Trotzdem war von Beginn an klar, nach einem Punkt aus 2 Spielen wollten wir an dieser Stelle keinen Zähler in Wülfrath zurücklassen.

Die erste Halbzeit zeichnete sich durch eine Abwehrschlacht mit nur wenigen Toren auf der Anzeige aus, geführt durch einen auffällig konsequenten Schiedsrichter, der jegliche Ungerechtigkeit sofort zu unterbinden wusste. Beendet wurde sie von einem wunderbaren direkt ausgeführten Freiwurf ins obere Eck unserer Melanie Sendzik, die uns, über die Hände von 6 Abwehrspielerinnen hinweg, mit einem Tor Vorsprung in die Kabine gehen ließ. Nach einer motivierenden Ansprache unseres Trainers gelang es uns, ganz untypisch für Kaarst, die Anfangsphase der zweiten Halbzeit für uns zu gestalten und den Gegner nervös werden zu lassen. Stimmgewaltige Anfeuerung von der Bank, Beherztes Zupacken in der Abwehr und nicht zuletzt eine herausragende Leistung unserer Stefanie Schorn im Tor, die nach dem 4. gehaltenen Strafwurf nur noch ein Lächeln für ihr Gegenüber auf dem Siebenmeterpunkt übrig hatte und uns in entscheidenden Phasen den Rücken freihielt, brachte uns zu einem komfortablen 4-Tore-Vorsprung. In einer hitzigen Schlussphase gelang es den Damen aus Wülfrath zwar noch durch Manndeckung auf ein Tor heran zu kommen, doch trotzdem war unser Sieg mit 17:16 am Ende verdient! Jan Michael Greinert brachte es nach Abpfiff mit den Worten auf den Punkt: „Schaut euch um, ihr seht 9 Spielerinnen, die es heute mit ganz viel Kampfgeist und Disziplin geschafft haben, eine tolle Leistung zu zeigen“. Mit Sicherheit war gestern nicht alles Gold was glänzt, aber mit Rücksicht auf den kleinen Kader, die Verletzung unserer Michelle am Kreis und die stark erkältete Nina, die trotzdem 60 Minuten lang alles gab, sind wir sicher – Wenn die Einstellung stimmt, ist in dieser Saison trotz aller Widrigkeiten noch einiges möglich.