Überraschungssieg statt Spielverlegung


Abwehrchefin und Kopf der Bande Mella und 1 gegen 1 Spezialistin und einzige Linksflosse Marzi mit fiebrigem Virus im Bett…Rückraumkeule Bettina nicht auf deutschem Boden…Folge: 5 fitte Feldspielerinnen plus Torwart für ein Spiel gegen den Zweitplatzierten Unitas Haan. Unter diesen Umständen wollten wir das Spiel verlegen, doch hatten leider die Rechnung ohne den Spielewart gemacht, der uns prompt eine Absage erteilte und auf unsere zweite Damenmannschaft verwies. Glückes Geschick wurde deren Spiel am selben Spieltag verschoben und 4 Kreisligadamen kamen zur Unterstützung mit zu diesem Spiel, was unter keinem besonders guten Stern zu stehen vermochte.

Marzi setzte sich verschnupft ans Kampfgericht, Tina feuerte diesmal schon ohne Knieschiene von der Bank aus an und Mella zog sich ein Trikot über, um, nach eigenem Gusto, „den ein oder anderen Siebenmeter zu werfen, oder mal ins Tor zu gehen, um Steffi den Rückraum zu überlassen“. Doch Janosch hatte andere Pläne für sie und bat sie mit der Start-6 aufzulaufen, da er der festen Überzeugung war, dass Mella ohnehin alsbald eine Manndeckung erhalten sollte. Diesen Gefallen taten ihm die Gastgeber auch tatsächlich und somit galt es für die weiteren 5 Spielerinnen im Angriff Alles zu geben. Wir hielten tatsächlich mit und konnten uns sogar zur Halbzeit mit 4 Toren absetzen.
Sichtlich geschwächt, aber hochmotiviert hatten wir spätestens jetzt Blut geleckt und wollten nun auch das Rückspiel für uns entscheiden, nachdem wir bereits das Hinspiel in einer beidseitig schwachen Partie gewinnen konnten. Es gelang uns zwar nicht den Vorsprung zu halten, aber wir blieben auf Augenhöhe mit den zunehmend etwas übermütig wirkenden Gegnerinnen und lieferten eine gute Partie ab, die von zwei souveränen Schiedsrichtern geführt wurden. Kurz vor Schluss sah alles danach aus, dass es zu einem wohl verdienten Unentschieden kommen sollte, doch im letzten Angriff wurde Carol auf Rechtsaußen mit dem Abpfiff unwirsch im Wurf ins Aus geschubst, was zur Folge einen klaren und unbestreitbaren Siebenmeter hatte. Zum Glück behielt unsere Mella, die ihrem Körper bis zu diesem Zeitpunkt bereits 60 Minuten erkälteten Kampf zugemutet hatte, die Nerven und verwandelte den Strafwurf zu einem 22:23 Sieg für unsere 6 Spielerinnen, die allesamt durchgespielt hatten! Dementsprechend groß war auch der Jubel bei Trainer und Team! Fazit: Wir gewinnen unsere Spiele zwar knapp, aaaaber wir gewinnen sie! Und das kann uns keiner nehmen.
Liebe Jule, Dini, Betzi und Sonja – wir bedanken uns nochmal ganz herzlich für eure spontane Hilfe. Der Trubel von sage und schreibe 11 Spielerinnen in der Kabine hat mal wieder sehr gut getan und ohne eure Unterstützung im Rücken, hätten wir dieses Spiel mit Sicherheit nicht gewonnen. Danke, dass ihr für uns da wart und euch so mit uns gefreut habt!
So, das Programm wird nicht einfacher für uns. Nächste Woche geht es weiter gegen den derzeitigen Tabellennachbarn Solingen-Gräfrath, dem wir uns im November geschlagen geben mussten.