Knappe Niederlage in Rheydt

Was ist schlimmer als eine Torfrau mit Bänderriss? Wenn die zweite Torfrau auf die Idee kommt, ihr nachzumachen! Klingt nach einem schlechten Film, ist aber leider tatsächlich Tatsache in unserem Team und einer von mehreren Faktoren, die uns am vergangenen Wochenende leider keinen Punkt für unser Konto vergönnt haben...

 

Rückblick auf die 4 spielfreien Wochen, in denen wir uns einiges vorgenommen hatten

Leider fühlte sich Trainer Harald ein wenig in die letzte Saison zurück versetzt. Berufliche bzw. krankheitsbedingte Gründe sorgten für eine insgesamt "durchwachsene" Trainingsbeteiligung. Die letzte Woche vor Rheydt wurde dann besser, lediglich Nina musste mit Rückenbeschwerden passen. Genau in dieser Phase passierte der angekündigte Super-GAU. Steffi knickte am Dienstag um, Diagnose Bänderriss. Nici tat es ihr Donnerstag ohne Skrupel nach, Diagnose... ? richtig ... Bänderriss. Da denkt man als Trainer, man musste in seiner Karriere schon mit allem zu leben lernen, und dann sowas...
Somit sahen sich Harald und Maite in den 48 Stunden vor dem Spiel mit der TW-Frage beschäftigt: Rici? Lina? am Ende wurde es unsere vereinsinterne Imke, die aus ihrem Team für uns einsprung. Ihr gebührt an dieser Stelle unser Dank, denn sie machte ihre Sache wirklich gut.

Zum Spiel

Rheydter TV - HG Kaarst/Büttgen 25-24 ( 14-11 )

Tore: Ingrid (10/1), Brina 6, Rici (6/1), Hannah & Tinka je 1

Es war ein knappes Spiel in dem sich beide Teams auf Augenhöhe präsentierten. Wo sich die Stammformationen stark zeigten, braucht der "zweite Anzug" noch ein wenig Zeit.

Trotz zweier Führungen ( 1-0 / 2-1 ) fanden wir zu Beginn nicht ins Spiel. Der Gegner spielte die erwartet offensive Abwehrformation. Wir agierten kopflos und überhastet, zudem nachlässig in der Abwehr. Folgerichtig lagen wir nach 11 Minuten mit 3-7 zurück. In diesem Moment fragte sich der Chef, warum er quer durch NRW fährt und sich die Gegner anschaut. Nichts von dem was wir in der Kabine besprochen hatten, wurde umgesetzt. Diesen 4 Toren rannten wir anschließend hinterher. Zwischenzeitlich konnten wir sogar auf 11-11 ausgleichen, kassierten aber wieder 3 Tore zum 11-14 Pausenstand. Diese unnötige Aufholjagd hatte natürlich viel Kraft gekostet.

Nach dem Wechsel wurde es zunächst nicht besser, das 13-18 war die Folge. Erst jetzt wurde unser Spiel zwingender. Bis dahin mussten Brina und Ingrid sich zumeist in Einzelaktionen aufreiben. Wir bewegten uns nun mehr ohne Ball und nutzten die Räume der gegnerischen 3-2-1 Abwehr. Unsere Mannschaft kämpfte leidenschaftlich und wir zwangen den Gegner dazu, defensiver zu decken. Unsere stärkste Phase Mitte der 2.Halbzeit wurde belohnt und wir konnten sogar mit 21-20 in Führung gehen.

Gegen Ende des Spiels deckte Rheydt wieder offensiv. Wir waren inzwischen müde und das Spiel kippte erneut. Sicherlich gab es die ein oder andere wenig hilfreiche Schiri-Entscheidung. Vor allem aber verloren wir am Ende das Spiel durch eine Vielzahl persönlicher Fehler (auch durch die ein oder andere verspätete Einwechselung der Trainerbank).

Am Ende stand somit ein unglückliches 24-25. Natürlich hätten wir uns gern mit mindestens einem Pünktchen belohnt, allerdings haben wir uns die Niederlage durch ein zu zögerliches Deckungsverhalten und einer Fülle vergebener Großchancen selbst zuzuschreiben.

Nun muss sich noch die Torwartfrage klären... Wir wünschen Steffi und Nici eine schnelle Genesung der Glücksflossen!