Mittendrin statt nur dabei!

Im ersten Spiel ohne Ingrid durften wir am Sonntag Nachmittag die Bergischen Panther in der Kaarster Halle begrüssen. Diese junge Mannschaft hatte uns im Hinspiel phasenweise deklassiert. Nur ein Aufbäumen in den letzten 15 Minuten hielt die Niederlage mit 23-32 in halbwegs erträglichen Grenzen. Wir waren also gewarnt vor diesem unbekümmerten und schnellen Aufsteiger, der sein Saisonziel längst korrigiert hat ( Platz 3-5 ).
Die Taktik war daher, lange Angriffe zu fahren ( nicht gerade eine unserer Spezialitäten ) und vor allem so die gegnerischen Konter in Grenzen zu halten. Ein Vorhaben, was insgesamt auch gut funktionieren sollte. Dadurch bedingt waren die Panther ihrerseits gefordert, die Tore aus dem Positionsspiel zu erzielen. Das hatten wir soweit erhofft und erwartet, daher starteten wir mit einer 6-0 Deckung.
Es lief gut an, nach einem 0-1 Rückstand übernahmen wir zunächst die Führung ( 3-1; 5-3; 7-5; 9-7 ). Danach stand unsere anfangs gute Abwehr nicht mehr so sicher und wir mussten Louisa Boll in Manndeckung nehmen. Dennoch konnten unsere Gäste ausgleichen und schliesslich kurz vor der Pause zum zweiten Mal in Führung gehen ( 12-13 ). Nach dem Wechsel lief es zunächst wieder besser und wir konnten erneut mit 2 Toren in Führung gehen ( 16-14 ). Doch immer wieder kamen unsere Gegner insbesondere durch Louisa Rudberg zu einfachen Toren. Hier machte sich das Fehlen von Laura Caelers bemerkbar, sie hatte in den letzten Spielen gut gedeckt und hätte unserer Abwehr mehr Stabilität geben können.

Im Angriff lief es deutlich besser. Trotzdem zeitweiser Manndeckung kamen Brina und Rici auf insgesamt 18 Treffer. Lina freute sich auf Rechtsaussen über viel Platz und konnte 4 Hütten erzielen. Hannah hatte dadurch bedingt jede Menge Platz und scheiterte an diesem Tage freistehend manches Mal an ihren Nerven. Natürlich wollen wir dies einer so jungen Spielerin auch einmal zugestehen. Wir hätten also durchaus wieder an die 30 Tore machen können, einige versemmelte Großchancen verhinderten dies jedoch. Dazu kam, daß unsere Kreisläufer enorm ackerten, wir es aber zu selten verstanden haben, sie frei zu spielen.

Das Spiel stand immer auf des Messer`s Schneide, so hatten wir 7 Minuten vor Schluß beim 22-22 noch alle Chancen. Hier neigte sich dann das Pendel zugunsten der Panther. Ein, zwei unglückliche Aktionen begünstigten, daß die Gäste am Ende glücklich, aber nicht unverdient mit 25-24 gewinnen konnten.

Natürlich hadert man nach solch einem Ergebnis, hatte man doch 60 Minuten dem Favoriten einen Fight auf Augenhöhe geboten. Andererseits nehmen wir die Erkenntnis mit, daß wir es an einem guten Tag mit jedem Gegner in unserer Liga aufnehmen können. Insgesamt 6 Spielerinnen mit Doppelspielrecht standen im Aufgebot. Dadurch konnten wir erneut mit einem vollen Kader auflaufen. Laura und Yvi wurden erfolgreich operiert, wir wünschen den beiden gute Genesung. Laura will bald schon wieder das Training aufnehmen.

Da alle 4 Mannschaften unter uns ebenfalls Federn lassen mussten, hat sich an der Tabellenkonstellation nichts geändert. Wir bleiben auf Platz 8 mit nunmehr 10-16 Punkten. Der NHC und Gräfrath stehen mächtig unter Druck. Gegenüber Überruhr und Wipperfürth sind wir knapp im Vorteil, hier haben wir es im jeweiligen Rückspiel selbst in der Hand. Trotz null Punkten sehen wir das verlorene Spiel unter einem positiven Aspekt. Wir werden sicherlich noch punkten, vielleicht geht ja schon am kommenden Sonntag bei der HSG W.MTV Solingen etwas, im Hinspiel gab es gegen eine starke Mannschaft bereits ein beachtliches 23-23.