Auswärts wenig Neues

Nach zwei spielfreien Wochenenden ging es zum letzten Auswärtsspiel beim TV Beyeröhde II. Die Personaldecke war leider sehr dünn. Lina stellte sich in den Dienst der Mannschaft, konnte aber mit ihrer Wurfhand nicht viel machen. Dadurch bedingt mußten wir über weite Strecken mit nur einer Auswechselspielerin im Feld agieren.
 
Hoch motiviert gingen wir ins Spiel. Die Vorgabe war gegen den besten Angriff der Liga über eine kompromisslose Abwehr zum Erfolg zu kommen. Es ließ sich gut an, über 2-0 und 4-2 konnten wir Mitte der ersten Halbzeit mit 7-4 in Führung gehen. Vor allem die Abwehr kämpfte leidenschaftlich und wir kamen zu Ballgewinnen, die wir jedoch nicht immer verwerten konnten.
Bereits gegen Ende der 1.Halbzeit traten jedoch die ersten Schwächen zu Tage. Unsere linke Angriffsseite hatte gegen Wipperfürth noch geglänzt, konnte jedoch an diese Leistung nicht anknüpfen. Dadurch konnte der Gegner sich recht schnell auf uns einstellen.
 
In der Phase, wo wir geduldig spielten, wusste unser Spiel über den Kreis zu gefallen. Laura war zunächst sehr effektiv und konnte ihre gute Entwicklung bestätigen. Leider kostete ihr starkes Abwehrverhalten viel Kraft und sie ließ noch einige Großchancen ungenutzt.
 
Kurz vor der Pause drehte Beyeröhde das Spiel ( 9-10 ). 15 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff leiteten wir mit einen schwachen Freiwurf einen gegnerischen Konter zum 10-12 Rückstand ein.
 
Nach dem Wechsel hielten wir noch bis zum 13-14 mit. Spätestens als Brina umknickte war die Messe gelesen. Beyeröhde baute den Vorsprung kontinuirlich aus ( 13-18 / 15-21 ) und konnte am Ende einen ungefährdeten 26-17 Sieg bejubeln. Im Angriff mangelte es an der Bewegung ohne Ball. Zunehmend wurde überhastet abgeschlossen. Dadurch bedingt mussten wir viel laufen und konnten auch unsere gute Deckung nicht mehr aufrecht erhalten. Dieses Spiel wurde unterm Strich im Angriff verloren, 13 Feldtore sind einfach zu wenig.
 
Durch die Niederlage von Wipperfürth in Wermelskirchen wären mit einem Sieg vorbeigezogen. An diesem Tag jedoch waren wir davon weit entfernt. TVB-Coach André Klesper brachte es auf den Punkt. " Das war wie bei kleinen Kindern. Wir haben Euch
20 Minuten austoben lassen, danach hatten wir weitestgehend Ruhe. " So kann man es sehen. Kämpferisch war unser Auftritt OK, von einem Erfolg waren wir jedoch weit entfernt. Nun brauchen wir aus den verbleibenden beiden Heimspielen 4 Punkte und müssen zudem auf einen erneuten Ausrutscher von Wipperfürth hoffen, um die drohende Relegation zu vermeiden.