Munteres Scheibenschießen zum Abschluß

Zum Abschluß der Saison 2015/16 hatte unser Heimspiel gegen den HSV Gräfrath III sportlich keine Bedeutung mehr. Dies war Teil unserer Zielsetzung für die Saison, wir wollten frühstmöglich mit der Abstiegsfrage nicht mehr zu tun haben. Bereits Mitte Januar war die Vorentscheidung gefallen, am Ende waren es jeweils 12 Punkte Vorsprung vor den beiden Absteigern. Das wir jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt in der Abstiegsrelegation stehen sollten, hatte sicherlich niemand von uns auf der Rechnung.
 
Somit war die Partie gegen Gräfrath ein Test für die bevorstehenden Abstiegs-PlayOffs. Vor dem Anpfiff hatten wir Bella, Lena und Tinka schweren Herzens verabschiedet. Daher gingen wir entsprechend aufgewühlt in das Match gegen den bereits feststehenden Absteiger.
Die Konzentration auf das Sportliche fiel nicht leicht, entsprechend mühsam kamen wir in die Partie. Gräfrath erzielte zwar nur beim 1-0 die einzige Führung des Spiels, ließ sich jedoch nie abschütteln. Zur Pause hatten wir eine mühsame 12-10 Führung herausgearbeitet. Bereits in der 1. Halbzeit wurde eine Vielzahl von Großchancen nicht verwertet.
 
Nun wurde viel gewechselt, alle Spielerinnen sollten noch einmal Spielanteile erhalten. Dies tat unserer Ordnung natürlich nicht gut, weiterhin wurde viel verballert und die beiden Abwehrreihen hatten weitestgehend zum Tag der offenen Türe aufgerufen. Wir könnten nun jammern, wieviele Tore hätten man machen müssen. Jedoch drehen wir die Kiste einfach mal andersrum und gratulieren unserem Gegner zu einer hervorragenden Leistung. In einem vogelwildem Spiel ließ sich die Rumpftruppe von Michael Fuchs niemals hängen. Am Ende stand ein verdienter, aber hauchdünner 28-27 Sieg unserer Mannschaft.
 
Nehmen wir das Positive mit in die nächsten beiden Spiele. Unsere grundsätzliche Ausrichtung hatte funktioniert, wir haben uns lediglich zu selten belohnt. Die im Training einstudierte Variante mit Brina auf Außen und Rici im rechten Rückraum erwies sich als Treffer. Unser Käpt`n Yvi stand 161 Tage nach ihrem Kreuzbandriss wieder auf der Platte und sie weiß noch wo das Tor steht. Jana erzielte als A-Jugendliche ihre Saisontore 8 und 9. Laura krönte ihre tolle Entwickelung mit 6 Hütten und hätte sogar noch etwas drauflegen können. Diese Aufzählung kann man beliebig fortführen. Alle brachten sich auf ihre Art ein, auch wenn so manches nicht gelingen sollte.
 
Nun haben wir eine Woche Zeit, uns auf das erste Relegationsspiel einzustellen. Die Mannschaft lebt und ist heiß darauf, die Saison positiv zu beenden. Unsere Spielerinnen glauben an sich und die Stimmung ist bestens. Freuen wir uns also auf zweimal 60 spannende Minuten im Aufeinandertreffen mit dem SV Friedrichsfeld 09.