Showdown Teil I

Nachdem es uns leider nicht gelungen ist, in den letzten Spielen noch an Wipperfürth vorbezuziehen und beim HSV Gräfrath in der 3.Liga die Zeichen auf Abstieg stehen, ist es nun soweit. In Hin- und Rückspiel sehen wir uns dem Drittletzten der Parallelgruppe gegenüber. Dies ist niemand geringeres, als der SV Friedrichsfeld 09.
Das Team vom Niederrhein fand in der abgelaufenen Saison einfach keine Konstanz. Vor allem die seit Jahren schon fast legendäre Heimstärke war abhanden gekommen. Nach einer schwierigen Hinrunde schien sich ab Mitte Januar alles zum Guten zu wenden, als man tolle 12-0 Punkte in Serie holen konnte. Und so hatte ich mir schon Videos von Issum und Rheinhausen zugelegt, weil ich Friedrichsfeld eigentlich nicht mehr auf dem Zettel hatte. Zum Ende hin war es wie bei uns. Die entscheidenden Punkte konnten nicht geholt werden und die Konkurrenz machte es besser. Im entscheidenden Spiel gab es eine gute Leistung, aber auch eine bittere 30-32 Niederlage beim Vizemeister Eintracht Duisburg.
Unser Gegner wird angeführt von der ehemaligen weissrussischen Nationalspielerin Larissa Heil. Sie spielte u.a. mit dem TUS Lintfort in der 2.Liga und strahlt auf der Spielmacherposition immer noch große Gefahr mit ihren Kreisanspielen aus. Um sie herum sorgen die wurfgewaltigen Lotte Schulte-Euler, Susi Scheja und Danielle Beckord für ordentlich Alarm aus dem Rückraum. Ihre Kreise gilt es einzuengen.
 
Die viel interessantere Frage wird allerdings sein, welches Gesicht unsere Mannschaft in diesen entscheidenden Spielen zeigen wird. Von der fehlenden Konstanz können wir ebenfalls ein Lied singen. Gute Leistungen ohne Punkte gegen Rheydt oder Haan, aber auch heftige Pleiten wie in Wülfrath oder bei den Bergischen Panthern... unser Repertoire ist groß und schon von daher ist alles möglich.
Wir müssen im Angriff Geduld und Mut beweisen. Zu oft hatten wir uns auf die Shooter verlassen. Das war bei Ingrid so und zuletzt bei Brina bzw. Rici nicht anders. Dabei lag es nicht am Willen, der kleine Kader hatte jedoch im Laufe der Saison zunehmend an Substanz verloren. Zur Zeit sind Michelle, Lina und Brina angeschlagen. Ein Einsatz ist zumindest in Frage gestellt. Im Rückraum wird es also wieder darauf ankommen, ob Top-Scorerin Rici wieder einen 10er-Pack hinlegen kann. 9 Hütten würden mir aber auch schon reichen, Rici ;-) .
Vor allem jedoch muß unsere Abwehr stehen. Tinka muß hier viel organisieren und die Absprachen mit den Nebenleuten müssen stimmen. Zuletzt stand die 5-1 Abwehr etwas stabiler, aber insgesamt war die Deckung im Laufe der Saison nicht unser Paradestück.
 
Unabhängig von der Relegation laufen die Planungen für die neue Saison bereits auf Hochtouren. Dabei konnten wir Spielerinnen für uns gewinnen, die ihre Zusage sowohl für die Verbandsliga als auch für die Landesliga gegeben haben. Vom ATV Biesel begrüßen wir Rebecca Reinders. Vom ART Düsseldorf haben sich die folgenden Spielerinnen unserer Mannschaft angeschlossen: Jo Koppelmann, Miriam Willecke, Mirja Peters, Hannah Pilling, Arleta de Winkel, Vanessa Fischer, Linda Rath, Claudia Müller und Lisa Wahlster. Wir begrüßen unsere Neuzugänge ganz herzlich und freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche Zeit miteinander.
 
Ob jemand von den Neuen in der Relegation schon Akzente setzen kann, ist natürlich ungewiss. In erster Linie muß der bisherige Kader - ergänzt durch unsere tapferen Jugendlichen - den Karren aus dem Dreck ziehen. Dafür hat die Mannschaft mein vollstes Vertrauen. Sicherlich ergibt der ein oder andere Wechsel die Gelegenheit zum Durchschnaufen. Nur sollte man von den neuen Spielerinnen keine Wunderdinge erwarten. Es muß erst einmal passen, wir dürfen uns nicht zuviele Fehler erlauben. In den beiden Trainingseinheiten in dieser Woche war es völlig unmöglich, insgesamt 10 neue Spielerinnen einzubauen. Die Neuzugänge machen daher insbesondere im Hinblick auf die neue Saison Sinn.
 
Freuen wir uns nun auf das Relegations-Hinspiel am kommenden Samstag, den 30.04.2016 in Friedrichsfeld ( Anwurf 19.00 Uhr / Gymnasium Voerde-Nord, Am Hallenbad ). Unser Ziel muß es sein, ein Ergebnis zu erzielen, daß uns für das Rückspiel in Kaarst ( Sonntag, 08.05. um 17.00 Uhr / Stadtparkhalle ) noch alle Chancen offen lässt.