Es dürfte mal wieder ein Sieg her…

Die Erwartungen für die C-Jugend waren vor dem Turnier in Aldekerk nicht hoch gewesen, zu schwierig hatte sich schon die Kreisquali gestaltet, zu groß klangen auch die Namen der Konkurrenz. Dennoch war die Vorgabe gewesen, sich so teuer wie möglich zu verkaufen und zu zeigen, was man kann.

So ließ sich das erste Spiel gegen den HSV Wegberg, der dem Team in letzter Zeit häufig über den Weg läuft, gut an, in einer ausgeglichenen Anfangsphase konterte Julia die beiden Wegberger Führungstore mit zwei starken Toren von Rechtsaußen. Auch wenn der HSV sich dann in Führung setzte, ließ sich die HG nicht abschütteln. In der Schlussphase verlor sie jedoch zusehends die Konzentration und gestattete dem Gegner einen 3:0-Lauf auf den 12:6-Endstand, wobei angesichts einiger verworfener Großchancen vor allem die 0 schmerzte.

Im zweiten Spiel gegen den SSV Gartenstadt sollte dann alles besser werden. Danach sah es in der Anfangsphase auch aus. In einer ausgeglichenen Partie hatte die HG die Nase einen Deut vorn. Dann aber schlichen sich erneut Konzentrationsmängel ein, die mit zunehmender Dauer gravierender wurden. Zu allem Überfluss fiel dann auch noch Matilda mit einer Fußverletzung aus, unnötige Fehlwürfe und nachteilige Schiedsrichterentscheidungen taten das Übrige. Mit 9:14 wurde auch die zweite realistische Chance auf einen Punktgewinn vergeben.

Für die letzten beiden Partien musste das Team von Christoph Witthaut, dem ohnehin Hanna und Lilly angeschlagen sowie Maya und Marisa verhindert fehlten, zusätzlich auf Mia und Matilda verzichten, sodass nur noch eine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Mit dem TV Aldekerk kam dann auch noch der spätere Turniersieger und Oberliga-Qualifikant. Allen Widrigkeiten zum Trotz stellte sich die Mannschaft nicht schlecht an, in dem sie geduldig spielte und auch dann hektisch wurde, wenn der Weg zum Aldekerker Tor verriegelt schien. Dennoch zeigten die Gastgeberinnen immer wieder ihre Klasse in der Abwehr, indem sie sich fair Bälle erarbeiteten und in Tempogegenstöße ummünzten. Der 5:20-Endstand aus Kaarster Sicht fühlte sich bitter an, war aber auch in der Höhe verdient.

Im letzten Spiel gegen den TB Oberhausen traf man auf einen Gegner, der die sicher geglaubte Qualifikation zur Verbandsliga klarmachen musste und dementsprechend loslegte wie die Feuerwehr. Wieder hatte es die HG schwer, durch die dicht gestaffelte Abwehr des Gegners zu kommen, doch konnte die Anzahl der Tempogegenstöße im Vergleich zum Aldekerk-Spiel deutlich reduziert werden. Im Positionsspiel spielte der TBO dann seine frappierende körperliche Überlegenheit aus, wobei sich Karelia im HG-Tor dennoch mehrmals auszeichnen konnte und das Ergebnis halbwegs im Rahmen hielt.

Nicht nur das Turnier, auch die Art des Auftretens der Mannschaft hat deutlich gemacht, dass sie in der Kreisliga gut aufgehoben ist. In den enttäuschenden ersten beiden Spielen fehlte zum Punktgewinn neben etwas Glück auch der unbedingte Wille zum Erfolg. Zu Gute halten muss man der Mannschaft, dass sie sich auch in den beiden abschließenden Spielen trotz aussichtsloser Situation nicht aufgegeben hat. Jetzt gilt es, sich konzentriert auf die Kreisligasaison vorzubereiten, um hier – endlich mal wieder – ein paar Erfolgserlebnisse zu sammeln.