Volle Konzentration nach durchwachsener Vorbereitung

Die 1. Herren der HG möchte in der beginnenden Saison 2014/15 voll angreifen und den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen, der bereits in der vergangenen Seuchensaison das Ziel war, als zwischenzeitlich mehr als die Hälfte des Kaders ausfiel. Ein Selbstläufer wird es freilich nicht, mahnt Trainer Jörg Brandenburg: „Sicherlich haben wir gute Chancen. Aber wir müssen jedes Spiel konzentriert angehen, wir dürfen uns keine Träumereien erlauben.“


Dazu kommt, dass die Vorbereitung nicht unbedingt zufriedenstellend verlief. Es fehlten Hallenzeiten wegen der Sanierung der Stadtparkhalle, die durch das Ausweichen auf kleinere Hallen nur bedingt aufgefangen werden konnten. Zudem hatte der Coach nie seine vollständige Mannschaft zusammen, weshalb nur eine geringe Anzahl an Testspielen absolviert wurde.

Positiv hingegen ist, dass der Kader weitgehend in der Besetzung des Vorjahres erhalten bleibt und alle Langzeitverletzten wieder im Training sind. Dazu bekommt die Mannschaft Unterstützung aus dem eigenen Jugendbereich. „Wir haben in der A-Jugend drei bis vier Spieler mit Doppelspielrecht, die uns sofort weiterhelfen können“, freut sich der Trainer. Große Verantwortung kommt auf Mittelspieler Hendrik Ferner zu, dessen Ausfall in der Rückrunde der vergangenen Saison sehr schmerzte. Philipp Mourikis wird in seinem zweiten Kaarster Jahr eine noch wichtigere Rolle sowohl als Schütze von den Halbpositionen als auch im Gefüge der Mannschaft einnehmen. Ein wichtiger Faktor könnte zudem sein, dass sich Max Neuhoff nach einjähriger Abwesenheit bei der Bundeswehr wieder voll im Training befindet. Die Abwehr soll Andreas Czodrowski wie in den Vorjahren bereits stabilisieren, hinter ihm steht momentan aufgrund einer Schulterverletzung ein Fragezeichen. Bei den Torhütern hat Jörg Brandenburg die  Qual der Wahl zwischen Marius Klann, Rene Paulussen und Christoph Witthaut.

Wo das Team tatsächlich steht, wird sich erst in den ersten Spielen zeigen. Innerhalb der Liga hat  es viele Vereinswechsel gegeben, zudem bleibt abzuwarten wie sich der Absteiger aus der Landesliga, TV 1848 Mönchengladbach, und der Aufsteiger aus der Kreisliga, TV Beckrath im Bezirksligaumfeld zurechtfinden. Die erste Aufgabe der Mannschaft steht am Sonntag mit der Zweitvertretung des TV Erkelenz 1860 an. In dieses Spiel geht man als klarer Favorit, doch schon am nächsten Wochenende steht der erste Härtetest an, wenn es gegen die hochtalentierte, aber auch sehr junge und damit unerfahrene Mannschaft des Rheydter SV geht. „Spätestens dann müssen wir voll da sein. Auch wenn wir von Spiel zu Spiel denken, sind wir uns bewusst, dass es bei der Partie in Rheydt um ein richtungsweisendes Spiel handelt“, stellt Jörg Brandenburg klar.