Der Wurm drin

Mit vier deutlichen Siegen und knapp 40 geworfenen Toren im Schnitt war die1. Herrenmannschaft der HG Kaarst-Büttgen stark in die Saison gestartet. Gegen den durchwachsen gestarteten ASV Rurtal-Hückelhoven sollte der nächste Erfolg her, gerade in dessen eine stattliche Auswärtsfahrt entfernten „Spezialhalle“ an der Callstraße.

Dementsprechend zeigte sich die Mannschaft von Jörg Brandenburg vor dem Spiel topmotiviert gegen den Gegner, der ihr in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal Probleme bereitet hatte. Und wieder starteten die Gastgeber mit der Führung, aber wie in allen Spielen zuvor war die Anfangsphase ausgeglichen und die Stimmung auf der Kaarster Bank gut. Doch anstatt sich auf die Finessen des clever agierenden ASV Rurtal einzustellen und seinerseits das eigene, druckvolle Spiel aufzuziehen, geriet das Team deutlicher in Rückstand. Die Hereinnahme von Andreas Czodrowski brachte zunächst zusätzliche Sicherheit in der Deckung, doch nachdem Verkürzen auf 10:11 setzten sich die Hausherren wieder auf 14:10 zur Halbzeit ab.

Nach der Pause erwischte der ASV Rurtal den deutlich besseren Start und setzte sich zwischenzeitlich mit acht Toren ab. In der Folge startete die Brandenburg-Sieben ihre Aufholjagd und brachte sich wieder in Schlagdistanz, konnte aber nicht den Ausgleich erzielen. Der Grund dafür lag vor allem in der hohen Fehlerquote, sowohl individuell als auch im Zusammenwirken, die deutlich höher war als beim Gegner und sich in Fehlwürfen im Angriff, Konzentrationsmängeln in der Abwehr und schlechten Fangquoten bei den Torhütern wiederspiegelte. So konnte Rurtal die Kaarster Anläufe immer wieder kontern und in beruhigende Höhe schrauben.

Trotz allem wurde es in der Schlussphase noch einmal hochspannend. Nachdem den Gastgebern ein vermeintliches Tor aberkannt wurde, weil die Schiedsrichter den Ball nicht im Tor sahen, gelang jenen kein weiteres Tor mehr. Dafür erzielte die HG innerhalb von einer Minute zwei Tore und so stand es unmittelbar vor Abpfiff 28:29. Dann jedoch rettete der Rurtaler Keeper seiner Mannschaft den Sieg, indem er einen letzten Kaarster Angriff entschärfte.

Für die HG Kaarst-Büttgen kam in diesem Spiel alles zusammen. Neben teils eklatanten Konzentrationsmängeln fehlte in vielen Situationen das nötige Glück, was die cleverer agierenden Rurtaler in einigen Situationen durchaus für sich in Anspruch nahmen. Die Brandenburg-Mannschaft spielte deutlich unter Normalform und tat sich schwer, Lösungen für die vom Gegner angewendeten Konzepte und Aktionen in Abwehr und Angriff zu finden. Zudem entwickelte sich zumindest auf Kaarster Seite nie ein richtiger Spielfluss. „So darfst du dich nicht präsentieren! Solche Spiele müssen wir auch mal drehen können“, war Jörg Brandenburg nach der Partie ernüchtert.

In der nun folgenden Begegnung gegen den HSV Rheydt gilt es, an die Leistungen der ersten Spiele anzuschließen und erste Saisonniederlage vergessen zu machen.

 

Für die HG:

Rene Paulussen, Christoph Witthaut, Marius Klann – Hendrik Ferner(7/1), Edgar Levcuk(6/3), Rene Müller(4), Daniel Simon(3), Max Neuhoff(3/1), Thilo Sagner(2), Dennis Neumann(2/1), Philipp Mourikis, Andy Czodrowski(beide 1), Gerrit Kolender, Matthieu Brera