Nichts Berauschendes

Erwartete die Stadtparkhalle ein Spektakel von der Auswahl Jörg Brandenburgs, so musste sie enttäuscht werden. Bereits vor der Begegnung mit dem ATV Biesel II lautete die Vorgabe: „Arbeitssieg“. Und tatsächlich lagen 60 Minuten Arbeit vor der 1. Herren der HG.

Schon die ersten Minuten zeigten, in welche Richtung sich die Begegnung entwickelte: Die Gastgeber waren zwar die bessere Mannschaft, versäumten es aber zu sehr, daraus Kapital zu schlagen. Im Angriff war die Chancenverwertung suboptimal, in der Abwehr streuten sich immer wieder Konzentrationsmängel ein. So schaffte es der ATV, der seinerseits ein gutes Angriffsverhalten an den Tag legte, die Partie bis kurz vor der Halbzeit unentschieden zu halten. Erst kurz vor der Pause konnte sich die HG etwas absetzen und ein 17:13 mit in die Halbzeitunterbrechung nehmen.

Unverändert präsentierte sich die HG auch in Durchgang 2. Sehenswerte und temporeich gespielte Angriffe wechselten mit unnötigen Fehlern in Deckung und Angriff. So konnte auch der Vorsprung zwischenzeitlich auf 7 Tore ausgebaut werden und schmolz wieder auf 3. Die Frage nach dem Sieger stellte sich nie wirklich, aber die HG fand bis zum Ende der Begegnung in keinen Lauf. So fällt das Endergebnis mit 32:27 dem Spielverlauf entsprechend aus.

Zu jedem Zeitpunkt der Begegnung war ersichtlich, dass die HG unter Normalform agierte, zwar blitzte in manchen Aktionen das Potenzial der Branenburg-Sieben auf, doch viel blieb Stückwerk. Der Wechsel zwischen den Abwehrsystemen war reibungslos möglich, wenn die Abwehr auch vor keine allzu große taktische Aufgabe gestellt wurde. Individuell wusste vor allem Routinier Thilo Sagner zu überzeugen, der sich mit 7 Toren die Torjägerkanone des Tages abholte. „Wir haben gewonnen, das ist erstmal die Hauptsache. Allerdings waren wir über weite Teile der Partie nicht konzentriert genug“, musste Trainer Jörg Brandenburg nach der Begegnung feststellen, wollte sich aber auch nicht länger mit dem abgelaufenen Spiel aufhalten: „Unser Hauptaugenmerk gilt jetzt dem Spitzenspiel gegen Korschenbroich am letzten Spieltag. Davor sollte in Beckrath eine deutlich konzentriertere Vorstellung als heute möglich sein.“ Der dortige TV lädt die Kaarster HG am nächsten Samstagabend in den „Bunker“, bevor der TV Korschenbroich am 3.5. zum finalen Showdown in die Stadtparkhalle kommt.

 

Für die HG:

Rene Paulussen(1.-30.), Marius Klann(31.-56.), Christoph Witthaut(56.-60.) - Thilo Sagner(7), Dennis Neumann(6), Max Neuhoff(5/1), Philipp Mourikis(5/1), Hendrik Ferner(3/2), Daniel Simon(2), Rene Müller(2), Matthieu Brera(1), Tim Willing(1), Andy Czodrowski, Sebastian Kniest.