Die Stadtparkhalle bebt

Nicht oft wird eine Liga durch ein Endspiel entschieden, doch genau die Situation bot sich den Handballern der HG Kaarst-Büttgen und des TV Korschenbroich III vor dem letzten Saisonspiel, das die beiden Teams am Sonntag in der Kaarster Stadtparkhalle bestritten. Der Sieger der Begegnung würde sich den Titel in der Bezirksliga holen und damit den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Folglich war die Halle mit mehr als 800 Zuschauern bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Die Fans beider Mannschaften sorgten von Beginn an für eine bundesligataugliche Atmosphäre.

Sportlich entwickelte sich das zu erwartende Spiel auf Augenhöhe, wobei beide Abwehrreihen zunächst eng zusammenstanden und nur wenige Tore zuließen. Die Gastgeber konnten in dieser Phase zwar einige spielerisch sehenswerte Angriffe vortragen, nutzte jedoch die daraus resultierenden Chancen nicht. Zur Halbzeit lag die HG mit 9:10 zurück.

Beide Mannschaften kamen mit unverändertem Konzept aus der Kabine. Nun konnte die Mannschaft von Jörg Brandenburg die Initiative ergreifen und erstmals knapp in Führung gehen. Doch die Kaarster Fans hofften vergeblich auf eine Wende. Durch gelungen aus dem Rückraum initiierte Angriffe und das sichere Verwandeln der zahlreich zugesprochenen Strafwürfe setzte sich der TVK nun erstmals mit mehr als zwei Toren ab. Die Brandenburg-Sieben fand in der Folge nur noch selten den Weg durch die Korschenbroicher Abwehr und so behielten die Gäste immer weiter die Oberhand einer Vier-Tore-Führung. In den letzten Minuten musste die HG mehr Risiko eingehen, sodass das Endergebnis mit 20:27 etwas zu hoch ausfiel.

Der TV Korschenbroich III hat in dem Showdown die besseren Nerven bewiesen. Zudem konnte sie auf eine hervorragende Abwehr bauen, die dem torgefährlichsten Angriff der Liga nur 20 Tore gestattete. Der HG ihrerseits fehlte es an Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und immer wieder auch an körperlicher Stärke, wohingegen sie sich defensiv sehr stabil bewies. So musste Trainer Brandenburg nach der Partie auch anerkennen, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat: „Wir haben alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Korschenbroich hat uns zweimal geschlagen, damit haben sie es letztlich auch verdient aufzusteigen."
Was bleibt, ist ein großes Spiel vor einer atemberaubenden Kulisse. Unabhängig vom Ausgang des Spiels, zeigte sich, dass der Sport verbindet. Danke für die großartige Unterstützung und an alle, die das möglich gemacht haben!

Für die HG:

Marius Klann(1.-36.), Rene Paulussen(36.-60.) – Hendrik Ferner(6/2), Dennis Neumann(6), Thilo Sagner(4), Max Neuhoff(2), Daniel Simon(1), Rene Müller(1), Gerrit Kolender, Tim Willing, Philipp Mourikis, Edgar Levcuk, Sebastian Kniest, Andy Czodrowski, weiter im Team: Matthieu Brera, Christoph Witthaut, Fabian Laufhütte, Sani Norbert Schöneberg, TA Thomas „Uschi" Nabben und Chefcoach Jörg Brandenburg