Die erste höhere Hürde gemeistert

War die 1. Herren der HG bisher souverän und verlustpunktfrei durch die Saison gegangen, stand mit dem TV 1848 Mönchengladbach der erste schwierige Gegner an. In der letzten Begegnung der beiden Mannschaften ging es hoch her, in einem engen Spiel gab es vier rote Karten – allesamt für den TV 1848, der dadurch entscheidend geschwächt war. Vor dem Hintergrund wurde an der Viersener Straße wieder eine spannende Begegnung erwartet.

Die Brandenburg-Sieben erwischte den besseren Start in die Partie und ging in Führung. Durch hochkonzentrierte Abwehrarbeit wurden die Bälle erarbeitet, wobei sich Max Neuhoff mit hervortat, der aus dem Abwehrverbund heraus agierend dem wurfgewaltigen Halblinken des „18“ kaum Luft zum Atmen ließ. Jedoch versäumte man es trotz klarer Torgelegenheiten, die hinten erkämpften Bälle ins gegnerische Tor zu befördern, weshalb sich die HG nicht deutlicher absetzen konnte. Die von Beginn an praktizierte doppelte Manndeckung gegen Hendrik Ferner und Max Neuhoff spielte dabei allenfalls eine untergeordnete Rolle, sie eröffnete den vier verbliebenen Kaarster Angreifern eher die nötigen Räume. Als die Tore dann fielen, fielen sie auf beiden Seiten und so setze sich die HG nur langsam auf 20:16 zur Pause ab.

Aus der Halbzeitpause kamen die Hausherren deutlich konzentrierter und glichen zum 20:20 und 21:21 aus. Doch angeführt von Daniel Simon, der mehrere spektakuläre Tore von Linksaußen hintereinander erzielte, erkämpfte sich die HG die Hoheit des Geschehens zurück und konnte den alten Abstand wieder herstellen. Nun wurde das Spiel zusehends zerfahrener, was auch an der unglücklichen Spielleitung der Unparteiischen lag. Da es aber keine unsportlichen Aktionen auf der Platte gab, war die Stimmung in der Halle insgesamt weniger aufgeheizt als etwa in der letzten Auseinandersetzung der beiden Teams. Auch blieb das große Aufbäumen der Gastgeber aus, wodurch die Mannschaft von Jörg Brandenburg die Führung weiter ausbauen konnte und am Ende ungefährdet einen 38:30-Auswärtssieg einfuhr.

Für die HG war in diesem Spiel vor allem die Phase nach der Pause von Bedeutung. Sie muss dem Team zum einen als Mahnung dienen, dass sich mangelnde Konzentration gegen einen starken Gegner schnell rächen kann, zum anderen aber auch als gelungenes Beispiel dafür, nach einem Rückschlag zurückzukommen und das aus der Hand gegebene Spielgeschehen wieder an sich zu reißen. Dies sollte im nächsten Ligaspiel gegen den HSV Rheydt II (Samstag, 31.10., 19 Uhr GBG Vorst) aber eigentlich nicht nötig sein: die Rheydter sind als Tabellenletzter noch ohne Punktgewinn.

 

Für die HG:

Christoph Witthaut(1.-20.), Marius Klann(20.-60.) – Daniel Simon(7), Hendrik Ferner(6/2), Simon Breuer(5), Philipp Mourikis(5), Rene Müller(4), Max Neuhoff(4), Matthieu Brera(4), Tim Willing(2), Andy Czodrowski(1), Thilo Sagner, Fabian Laufhütte, Niki Peuse