Den Frust von der Seele geschossen

Nach der für viele überraschenden und überraschen hohen Niederlage der 1. Herrenmannschaft beim RSV standen die Zeichen im Heimspiel gegen den ATV Biesel II auf Wiedergutmachung. Diese war indes durch einige Ausfälle erschwert: mit Dennis Neumann und Matthieu Brera fehlten verletzungsbedingt zwei etatmäßige Halblinke, mit Kreisläufer Simon Breuer und Tim Willing fehlten eine weitere Stützen der Mannschaft. Zudem ging Rene Müller angeschlagen in die Partie.

Dessen ungeachtet startete die Mannschaft angeführt von Spielmacher Hendrik Ferner schwungvoll in die Begegnung, was aber auch für die Gäste galt. So entwickelte sich ein tempo- und torreiches Spiel, nach 6 Minuten stand es bereits 7:5 für die HG, die sich jedoch mehrmals auch über die schnelle Mitte überlaufen ließ. Mit der Zeit verbesserte die HG ihr Rückzugverhalten, doch auch aus dem Positionsangriff gelangen dem ATV einige Tore aus dem Rückraum. So endete die erste Halbzeit, die fast ohne Defensivreihen ausgetragen wurde, nach insgesamt 36 Toren mit 20:16, womit die Hausherren unter dem Strich nicht zufrieden sein konnten.

Entsprechend motiviert stürmten die Mannen von Jörg Brandenburg aus der Kabine und riegelten konsequent das eigene Gehäuse ab. Vom Tempospiel der Bieselaner war nun nicht mehr viel zu sehen, stattdessen schalteten die Gastgeber nach Ballgewinn rasant um und bauten den Vorsprung so bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 36:20 aus. War die Begegnung damit faktisch entschieden, vernachlässigte die HG die Defensivarbeit ein wenig, doch waren die Bälle nun auch leichter zu gewinnen. Diese wurden im Angriff mit großer Konsequenz in Tore umgemünzt, wobei sich auch Spieler in den Vordergrund spielen konnten, deren Einsatzzeiten bisher gering waren. Andy Czodrowski, meist als Abwehrspezialist eingesetzt, glänzte mit 6 Toren, wovon eines nach feiner Körpertäuschung erzielt sicherlich das schönste des Abends war. Auch Youngster Fabian „Futti“ Laufhütte konnte dem Spiel auf der Mittelposition seinen Stempel aufdrücken und „verdiente“ sich so seine Einzelmanndeckung in der Schlussphase. Mit 50:29 stellte die HG einen Torrekord für diese Saison auf, die Anzahl der Gegentore lässt hingegen noch deutlich Raum für Verbesserungen im Abwehr- und Torhüterbereich.

Daran kann die Mannschaft in zwei Wochen arbeiten, wenn sie bei Welfia Mönchengladbach gastiert(29.11.15, 17:00 Uhr Math.-Nat.-Gymnasium Mönchengladbach). Der als „Wundertüte“ bekannte Favoritenschreck der abgelaufenen Saisons musste vor dieser Spielzeit einige Abgänge verkraften und befindet sich im Tabellenmittelfeld. Mit einer konzentrierten Leistung sollten hier jedoch sicher zwei Punkte mitgenommen werden.

 

Für die HG:

Marius Klann(1.-19., 49.-60.), Christoph Witthaut(19.-49.) – Hendrik Ferner(11/3), Max Neuhoff(9), Andy Czodrowski(6), Philipp Mourikis(6), Fabian Laufhütte(6/1), Daniel Simon(4),Rene  Müller(4), Thilo Sagner(4), Niklas Peuse