Niederlage im Vier-Punkte-Spiel

Zum Rückrundenauftakt erwarteten wir als Schlusslicht den Tabellenvorletzten TB Wülfrath II. Im Hinspiel gab es eine ärgerliche 19-23 Niederlage, weil wir trotz 19er-Kader nur eine Rumpftruppe aufbieten konnten und am Ende die Kraft fehlte.

Wir hatten uns natürlich viel vorgenommen. Unser Rückraum hatte den Auftrag, wieder mehr aus der 2. Reihe zu werfen. Dies wurde auch befolgt, die getroffenen Entscheidungen waren richtig, jedoch die Würfe zu unpräzise. Die Folge war ein schnelles 1-5 und die damit verbundene Auszeit nach 9 Minuten.

Wir kamen prompt mit drei schnellen Toren auf 4-5 heran. In der Folge war es jedoch die Abwehr, die nicht mehr konsequent genug agierte. Die Gäste erhöhten auf 6 - 12 ( 18. Min ). Mehrfach stimmte die Absprache im Zentrum nicht, zu ungestüm stürmten wir aus dem Deckungsverband und kassierten leichte Tore über den Kreis, wo dann auch Steffi machtlos war. Die Krönung war in dieser Phase ein abgelaufener Gegenstoß, wo sich eine Wülfrather Spielerin gegen zwei Blaue durchsetzen konnte. Somit schien das Spiel nach 18 Minuten vorentschieden.

Man kann unserer Mannschaft sicher nicht vorwerfen, nicht zu kämpfen. Und so kam es auch diesmal zu einer leidenschaftlichen Aufholjagd. Schon zur Pause waren wir mit 11 - 13 in Schlagdistanz.

Nach dem Wechsel konnten wir sogar zweimal in Führung gehen ( 18 - 17 / 44. Min und 22 - 21 / 52. Min ). Am Ende war der Gegner sicherlich eine Spur abgezockter. Insbesondere über " einfache " Schlagwürfe kamen die Gäste zwei Minuten vor Schluss zu einer 25-23 Führung. Wir setzten alles auf eine Karte und konnten auf 24-25 verkürzen, doch das Spiel war am Ende unglücklich verloren.

Trotz vieler Unzulänglichkeiten hatten wir den Gegner nach dem 6-12 in den verbleibenden 42 Minuten mit 18-13 besiegen können. Unterm Strich war es jedoch zu wenig und wir hatten das dritte Heimspiel in Folge - diesmal mit viel Pech - verloren.

Dennoch muß man Lina als überragende Spielerin erwähnen. Unser Eigengewächs auf Rechtsaussen hatte 7 Tore beigesteuert und zusätzlich einen Siebenmeter herausgeholt. Auch sie war allerdings nach dem Schlußpfiff kaum zu trösten.

 Nun warten noch 9 Spiele auf unsere Mannschaft. Sie haben gezeigt, daß sie es können. Wir sind  alles andere als Fallobst, aber wir müssen sehr hart an den Defiziten arbeiten.

Spielführerin Yvonne Finken wird sich verständlicherweise ihrem Studium widmen und für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Aus der weiblichen A-Jugend wartet die ein oder andere Nachwuchsspielerin darauf, an den Seniorenbereich angedockt zu werden.

Wir dürfen also durchaus hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.