Bereit zum Showdown  

Die Generalprobe für das entscheidende Duell um den Aufstieg und zugleich ein echtes Spitzenspiel stand für die HG im Bunker in Wickrath, wo mit dem TV Beckrath der Dritte der Bezirksliga wartete. Trainer Jörg Brandenburg konnte dabei personell wieder fast aus dem Vollen schöpfen und nutzte die Partie für letzte Tests.

Die HG stand von Beginn an sicher in der Deckung und versuchte nach Ballgewinnen schnell das Spielfeld zu überbrücken. Bald fand sie auch im Positionsspiel in die richtige Einstellung, was in der unangenehm zu bespielenden Wickrather Betonhalle nicht immer einfach ist. Daran änderte auch die taktische Idee der Beckrather, Hendrik Ferner in Manndeckung zu nehmen, nichts. Im Gegenteil, die Gäste setzten sich immer deutlicher ab und führten zur Pause bereits mit 19:11. 

Nach der Pause wurde die Partie zerfahrener, beide Teams verstrickten sich im gebundenen Spiel zunehmend in Einzelaktionen. Die HG vermochte es jedoch wiederholt, Tore des TVB im direkten Gegenzug über die schnelle Mitte zu kontern. Mit zunehmender Spieldauer verlor die Brandenburg-Sieben jedoch ein wenig den Spielfluss, wozu eine Vielzahl von Zeitstrafen nicht unwesentlich beitrug. Auch wechselte die Kaarster Besetzung nun fast minütlich, sodass sich alle Spieler noch einmal beweisen konnten. Für einen Aufreger sorgte noch die in der Gesamtschau harte, aber berechtigte rote Karte für Andy Czodrowski. Die Gastgeber kämpften intensiv bis zum Schluss und arbeitete sich insbesondere über die zweite Welle langsam heran, ohne jedoch noch einmal in Schlagdistanz zu kommen. Ohne größeren Aufwand verwaltete die HG ihre Führung, die nach der Schlusssirene mit 28:32 knapper war, als die Kräfteverhältnisse auf dem Feld dies erahnen ließen.

Auf Seiten der Gäste überzeugte vor allem die ausgeglichene Torverteilung mit vier Fünffach- und drei Dreifachtorschützen, wobei der erneut starke Gerrit Kolender noch gar nicht erfasst war, der diesmal vor allem mit spektakulären Anspielen glänzte. Besonders empfehlen konnte sich auch Sebastian Kniest, dessen risikoreiche Spielweise zwar gelegentlich für den ein oder anderen Kaarster Herzstillstand sorgt, sich aber zum wiederholten Male als ebenso effizient erwies. Auch der Abwehrblock, der in der Vorwoche etwas zu passiv agiert hatte war jedenfalls in der ersten Halbzeit wieder voll da. Für die nächste Woche gilt es genau diese Qualitäten erneut zum Tragen zu bringen und das über die vollen 60 Minuten.

Der TV 1848 Mönchengladbach kommt also am Sonntag, 02.04., um 18:45 Uhr in die Stadtparkhalle. Beide Teams haben sich ausgiebig beobachtet, sodass ein harter Fight zu erwarten ist. Die Voraussetzungen sind klar: wenn wir gewinnen, sind wir aufgestiegen. Wir hoffen auf viele Fans in der Stadtparkhalle und ein begeisterndes, hochklassiges Handballspiel. Seid dabei, wenn wir uns den großen Traum endlich erfüllen!

Für die HG:
Marius Klann, Christoph Witthaut – Hendrik Ferner(5), Daniel Simon(5), Sebastian Kniest(5), Max Neuhoff(5/2), Simon Breuer(3), Rene Müller(3), Fabian Laufhütte(3/1), Gerrit Kolender(2), Thilo Sagner(1), Lars Wolff, Niklas Peuse, Andy Czodrowski